Beerdigungen mit der Freien Rednerin Christine Väätäjä

Der echteste Moment nach den oft sehr zeremoniellen kirchlichen Trauerfeiern war in meiner Familie für mich immer das Beisammensein danach. Das gemeinsame Essen, Trinken, der Austausch von Erinnerungen an den geliebten Menschen, von dem man sich verabschieden musste. Manchmal erklang sogar ein Lachen. Natürlich ist man traurig, aber in diesem Moment teilt man die Freude daran, dass man diesen besonderen Menschen kennenlernen durfte und Teil seines Lebens war.Diesen Moment möchte ich euch auch in meiner Rede ermöglichen: Die Situation ist traurig genug und jeder von euch geht mit seinem Schmerz anders um. Doch während meiner Trauerrede darf auch mal geschmunzelt oder gelacht werden, wenn ihr euch gemeinsam an die liebenswerten Ecken und Kanten eurer Lieben erinnert.

Ort, Symbole, Inhalte: Ihr gestaltet die freie Bestattung individuell mit Hilfe meiner Beratung

Bevor ihr mich kennenlernt, habt ihr vermutlich schon mit dem Bestattungsinstitut die Art der Beerdigung und den Ort (Friedhof, Friedwald, auf dem Wasser usw.) bestimmt. Mit der Freien Rednerin besprecht ihr dann den Ablauf der Zeremonie – wann ihr welche Musik wünscht, ob ihr eine symbolische Handlung durchführen wollt und wer was während der Trauerfeier sagen soll.

Echtsein und keine Angst vor Tränen: Die Freie Zeremonie als individuelle und persönliche Alternative zur kirchlichen Beerdigung

Wie bei einem Lagerfeuer, um das man sitzt und sich spannende, lustige oder auch berührende Geschichten erzählt, möchte ich in meiner Freien Rede mit euch die Schätze des Lebens eurer/s Verstorbenen heben. Was hat ihn/sie ausgemacht? Was hat er/sie getan, welche Spuren hinterlässt er/sie bei euch? Und wenn man dabei weinen muss, ist das eben so. Die kluge Freundin meiner Tochter sagt immer: „Was raus muss, muss raus“. Wir Erwachsenen haben oft verlernt, wie wohltuend es sein kann, seine Traurigkeit rauszulassen. Aber darüber hinaus möchte ich euch den Tag nicht trauriger machen, als er sowieso schon ist. Ich begleite euch.

Wünsche, Wortbeiträge und Gebete

Ihr entscheidet, ob während der Trauerfeier oder auch später am Grab gebetet werden oder zum Beispiel ein Gedicht verlesen werden soll. Der Begriff „Freie Trauerfeier“ bedeutet nicht, dass sie nicht auch eine religiöse Note haben darf. Wenn ihr das wünscht, spreche ich gern ein Gebet mit euch. Soweit die gebuchte Kapellenzeit das zulässt, sind auch Wortbeiträge von Angehörigen immer möglich.

Das Vorgespräch: Lachen und Weinen liegen oft nah beieinander

Viele Angehörige sind geradezu erleichtert, wenn sie merken, dass unser persönliches Gespräch nicht traurig oder bedrückt sein muss. Nach Tagen oder Wochen des Zusammenreißens, der anstrengenden Organisation (Information der Angehörigen, kummervolle Telefongespräche, Organisation mit dem Bestatter usw.) ist das Vorgespräch mit der Freien Rednerin ein Termin, an dem man mal loslassen darf. An dem man sich auch an die schönen und glücklichen Zeiten erinnern und davon erzählen darf. Das Freilassenkönnen der Emotionen kann manchmal sehr guttun..